Presse
Hier finden sich Auszüge aus Presseartikeln und aus unserem Gästebuch sowie komplette Presseartikel über uns.
Für Journalisten bieten wir auf Anfrage weitere Texte, Film- und Fotomaterialien. Einfach Kontakt aufnehmen!
Auszüge aus Artikeln: Was schreibt die Presse über Lux?
"Improvisationstheater Lux begeistert (...) Das war höchste Lachmuskelkater- und Backen-Gefahr!"
"Mir tun die Backen weh!" rief die Frau in der zweiten Reihe lachend und hielt sich mit beiden Händen ihr Gesicht. Viele andere Zuschauer verspürten auch aufkommenden Muskelkater in der Bauchgegend. Gut zwei Stunden lang hatten sie Spaß pur gehabt mit dem Improvisationstheater Lux aus Freiburg. (Badische Zeitung, 26.01.2009)
"´Lux - Theater des Moments´, das innovative Improvisationsensemble aus Freiburg" (Chili, Juni 2008)
"... in Deutschland bis jetzt einzigartig." (Badische Zeitung, 06.06.2008)
"Erlebnis-Theater pur!" (Echo FM, 30.06.2008)
"Wie nahe liegend manche Idee ist, merkt man erst, wenn sie jemand umsetzt. (...) Das ergänzt sich so selbstverständlich und löst einen ähnlichen Aha-Effekt aus, wie Kolumbus, als er das ominöse Ei auf den Tisch stellte." (Badische Zeitung, 05.12.2007)
Auszüge aus unserem Gästebuch"Danke für den tollen Abend! Meeeeeeeeeeeeehr!" "Magnifique :-) Danke. You made my day!" "Ihr wart super genial. Moni" "Wow! Es hat mich sehr erfreut! Höchst amüsant! Beata" "Vielen Dank für den schönen, lustigen Abend, erste Klasse! Weiter so! Wir sind wieder dabei! Malditta und Dieter" "Danke für den schönen und vor allem lustigen Abend! Lange nicht mehr so gelacht! Linda & Susi" "Leute ihr wart Spitze! Meine Lachmuskeln waren sehr strapaziert! Bernadette" "Hey,
ein Wahnsinnsabend. Was ihr da so locker aus dem Hut zaubert hat echt
Niveau. Das muss wohl die hohe Kunst sein, denn es wirkt alles so
locker, leicht und natürlich, als müsste es genau so sein!!! Toll!!!
Auch die Musik. Ein rundum gelungener Abend! Sventja & Basti" "Ein ganz toller Abend. Ich habe schon lange nicht mehr so herzhaft Tränen gelacht!" |
Ausführliche Pressestimmen
"Wozu braucht man ein Drehbuch?"
Teil des Bühnenprogramms war das Publikum selbst, denn die Gäste brachten Bücher aus den eigenen Regalen mit, die zur Grundlage der an Ort und Stelle entstehenden Szenen wurden.
Wohlgemerkt, nur die Grundlage. Denn selbst die so sorgfältig ausgewählten Werke berühmter Schriftsteller entpuppten sich als Drehbücher des Slapstick, als wahre Unterhaltungsknaller.
Die Darsteller brauchten keine genauen Kenntnisse, weder über die geschichtlichen Hintergründe der Werke, noch über die Inhalte der gängigen Bestseller. Christian Sauter und Simon Kuner zauberten ihre eigenen Geschichten und neue und bislang unbekannte Charaktere, nur angeregt vom Titel eines Buchs oder von einer Passage aus dessen Text. Alexander der Große entpuppte sich als verhinderter Lyriker mit weichem Herz, aber schlechten geographischen Kenntnissen. Und bei der "Eleganz des Igels", das wissen nun alle, die sich im Publikum befanden, handelt es sich um die individuell entwickelte Haarkreation eines französischen Coiffeurs.
Die spritzige Darbietung der Improvisationskünstler wurde begleitet vom ebenfalls konsequent improvisierenden Pianisten Patrick Heil, der blitzschnell die aus den Schauspielern hervorquellenden Szenerien und Gefühle auffing und in eine musikalische Untermalung übertrug. Kuners Spiel blieb durchgehend herrlich, egal, ob als historische Figur mit Blick in die Ferne, oder als Schwarzwaldbauer. In dieser Rolle dringen Kuners Schwarzwaldwurzeln, die er bereits früh im volkstümlichen Bauerntheater schlug, ans Rampenlicht und überzeugen selbst die eingefleischten Einheimischen.
In der Pause betätigten sich die Zuschauer selbst als Drehbuchschreiber. Auf Zetteln wurden Figuren, Handlung und Höhepunkt vorgegeben, trotzdem entpuppten sich die daraus entwickelten Szenen als Überraschungsmomente mit ungeahntem Ausgang, sodass der Unterhaltungseffekt gewahrt blieb. Nach den Zugaben, kurz und knackig, entschwand das Publikum nach langem Applaus amüsiert nach Hause.
aus: Badische Zeitung, vom 24. November 2009.
"Zuschauer amüsieren sich köstlich"
Das Publikum hat am Donnerstagabend in der Tuttlinger Stadthalle Regie geführt. Denn auf dem Programm hat improvisiertes Theater gestanden, das "Länderspiel" Schwaben gegen Baden, in diesem Fall das Lux-Theater aus Freiburg gegen die Neckarwerke aus Stuttgart.
Die Szenen der Schauspieler des Lux-Theaters und der Neckarwerke zeigen Kreativität, Flexibilität und Kooperationsfähigkeit, sie greifen die jeweiligen Vorgaben spielerisch auf, deuten an und spannen den Bogen im Verwirklichen. So erzählen sie zum Beispiel Geschichten aus drei vorgegebenen Worten: Weihnachten, Hochschule, kleiner Date oder von Max, dem Blockflötenlehrer vom Heuberg. Dabei werden sie immer ideal musikalisch begleitet vom schrillen Musiker Ebbi.
Beide Teams haben wunderbares Theater aus dem Stehgreif geboten, temporeich und originell und das Publikum hat sie dabei lautstark angefeuert, mit großer Freude mitgemacht und sich köstlich amüsiert.
aus: Schwäbische Zeitung, vom 06. November 2009.
"Improtheater im E-Werk: Lux überzeugt und verliert"
Das E-Werk hatte am Samstag eine Premiere zu feiern: Die Impro-Theatergruppe Lux kämpfte erstmals auf der Bühne des Hauses mit den renommierten Berliner Gorillas um die Gunst des Publikums. Beide Gruppen zeigten ansprechendes Impro-Theater (...). Am Ende gewann die Gruppe, die eigentlich verloren hatte.
Über 100 Gäste besetzen die wenigen Plätze des Kammertheaters, das damit an den Rand seines Fassungsvermögens kommt. Die Nachfrage ist trotz der 12 Euro Eintritt hoch – zurecht (...).
Der Moderator des Theatersport-Events ist Christian Sauter, selbst Mitgründer von „Lux“. Er gibt sich trotzdem bedrückend unparteiisch. Das Publikum darf durch die Lautstärke des Klatschens entscheiden, wer am Ende einer Aufgabe die Punkte bekommt. (...)
aus: Fudder, vom 11. Mai 2009.
"Akteure entwickeln schräge Situationen"
(...) Spontan und nicht geprobt, wie Anja Balser immer wieder beteuert, entwickeln alle Spieler mal gemeinsam, mal paarweise oder in der Dreiergruppe im fliegenden Wechsel pantomimisch, singend und akrobatisch ihre Geschichten: So entstehen spontan urkomische Situationen, mal sind sie traurig oder einfach nur witzig-skurril, ohne tieferen Sinn.
(...) Viele Ausdrucksmittel wie Tanz, Pantomime, Gesang und Komik setzten die Schauspieler der beiden Theatergruppen „Lux“ und „Neckarwerke“ bei ihrem „Theater-Sport-Match“ in der Tuttlinger Stadthalle ein.
aus: Schwäbische Zeitung, 03. Mai 2009.
"Beim Kochen liebt’s der Rektor einfach und lecker"
(...) Hauptimprovisateure waren Simon Kuner und Christian Sauter vom Theater Lux. Sie inszenierten aus dem Stegreif die dramatische Rettung der Brokkolidame Rosalie, kämpften gegen eine Armee grüner Blattsalate und warfen aus der Zukunft einen sehnsüchtigen Blick zurück in die Küche von heute, in der Gemüse noch bunt ist und friedlich in der Pfanne schmurgelt. Über all dem schnitt und raspelte, rührte und mixte Rektor Schiewer mit stoischer Ruhe (...).
aus: Badischen Zeitung, vom 25. April 2009.
"Gretli, die Welle!"
(...) Lustig war der Abend, keine Frage. Brillant wie immer: Der Spitzenschiedsrichter Christian Sauter. Er machte wie immer mit den Regeln, was er wollte, verteilte munter Punkte und strich sie wieder, zeigte gelbe und rote Karten nach Lust und Laune und triezte nicht nur die Schauspieler, sondern aufwärmhalber zunächst auch das Publikum. (...)
«Vier, drei, zwei, eins, los!»
Das erste Spiel zu zweit, mit Wechsel der Dreierteams auf ein Klatschsignal des Unparteiischen, spielte auf Publikumswunsch in einer Schlucht. Für die nächste Szene wurden Gefühle gesucht - ist Befriedigung ein Gefühl? - und ein angenehmer Ort. Ergebnis: absurdes Theater im Schlaraffenland. Zur Pause lagen die Gäste aus Freiburg mit 2:6 in Führung. (...) Nach der Pause wurden beide Teams deutlich stärker, die Szenen spritziger und durchgeknallter, die Interaktion auch von Team zu Team, pfiffiger. (...) Ein kreativer Höhepunkt nach dem andern kam in den Spielen mit spontan zu dichtenden Liedern zustande, nicht zuletzt auch dank der exzellenten Band. Eine Welle nach der andern. (...)
aus: Volksblatt – Die Tageszeitung für Liechtenstein, vom 22. April 2009.
"Was passiert, wissen wir nicht"
Aus dem Moment heraus etwas Neues erschaffen – Christian Sauter tut das seit 15 Jahren auf der Bühne. Nicht nur in Freiburg, nicht nur mit seinem Ensemble "Lux –Theater des Moments". Beim derzeit in Köln stattfindenden Improtheaterfestival ist er nominiert für den wohl wichtigsten Preis dieses Genres, den Goldenen ImproStern. Der wird am 28. März verliehen – nach einem Wettkampf der Besten. Heidi Ossenberg hat Christian Sauter dazu befragt.
BZ: Was für eine Bedeutung hat das Festival in Köln in der Impro-Theaterszene?
Christian Sauter: Die Impro-Szene ist noch jung. Es ging in Deutschland erst in den 90er Jahren los, da haben sich nach und nach die Festivals etabliert. Das Kölner ist eines von drei großen Festivals, die beiden anderen sind in Würzburg und Berlin.
BZ: Das Festival in Köln dauert zehn Tage, am Ende steht ein nicht dotierter Preis, der Goldene ImproStern. Was passiert in diesen zehn Tagen – und wie wird der Sieger ermittelt?
Sauter: Es gibt viele verschiedene Auftritte um die verschiedenen Formen des Theaters zu zeigen und das in ganz unterschiedlichen Besetzungen. Für den Abend, an dem der Preis verliehen wird, standen die Teilnehmer bereits vor dem Festival fest – bis auf einen, der aktuell vom Publikum gewählt wird. Die anderen wurden von den Veranstaltern aus der Szene ausgesucht.
BZ: Wie viele Künstler sind das?
Sauter: Zwölf. Die treten zum Teil auch auf dem Festival auf, aber das steht nicht im direkten Zusammenhang
BZ: Wie kamen Sie in diese Auswahl?
Sauter: Weil ich so gut bin (lacht). Ich mache das seit 1994 – und seit vielen Jahren auch in verschiedenen Städten, in verschiedenen Ensembles. So lernt man sich kennen und weiß, der taugt was ...
BZ: Sie treten nicht alleine auf – aber auch nicht mit ihren Partnern aus Freiburg. Heißt dass, die Künstler werden zueinander gemixt?
Sauter: Genau. Aus zwölf Gruppen werden die Spieler zusammen gesetzt. Wir gestalten den Abend gemeinsam. Wir spielen unterschiedliche Szenen, mal solistisch, zu zweit, zu dritt, zu viert. Das Publikum wählt nach und nach aus, welcher Künstler die besten Szenen spielt.
BZ: Einigen Sie sich dann mit den Mitspielern auf irgendwas im Vorfeld?
Sauter: Nein, auf gar nichts. Die Moderation hat sich vorher etwas überlegt und holt Ideen aus dem Publikum. Vorschläge für Orte oder Berufe – und dann muss man dazu spielen. Was passiert, wissen wir nicht.
BZ: Spontane Sache, der Künstler muss eine gute Tagesform erwischen. Und es kommt auch stark aufs Publikum an, wie das mitspielt...
Sauter: Stimmt. Und: Die Spieler haben unterschiedlichen Humor. Der kommt unterschiedlich gut an. Es sind schon viele Faktoren, die da mitspielen. Es ist kein objektiver Preis. Letztes Jahr war ich im Finale, bin aber dann gescheitert. Das Publikum ist in der Wertung sehr subjektiv. Hat es mir gefallen oder nicht. Fertig.
BZ: Apropos Humor. Wie kommen Sie als Badener im Rheinland an?
Sauter: Mal schauen. Klar ist dort eine andere Energie auf der Bühne. Es ist ruppiger, kaltschnäuziger, schneller. Die Herausforderung ist, sich darauf einzustellen.
aus: Badische Zeitung, vom 20. März 2009.
Improvisationstheater Lux begeistert in Neustadt
Die Zuhörer sind doch selber schuld!
"Mir tun die Backen weh!" rief die Frau in der zweiten Reihe lachend und hielt sich mit beiden Händen ihr Gesicht. Viele andere Zuschauer verspürten auch aufkommenden Muskelkater in der Bauchgegend. Gut zwei Stunden lang hatten sie Spaß pur gehabt mit dem Improvisationstheater Lux aus Freiburg.
TITISEE-NEUSTADT. Im Krone-Theater gab es Kleinkunst zum Mitbestimmen, ganz nah. Das Publikum bestimmte die Richtung, wenigstens die Grundrichtung.
(...) Aus einem Nichts von wenigen, bisweilen gar nur einem einzigen spontan zugerufenen Begriff aus dem Publikum, strickten Simon, Olaf und Nicki ein Feuerwerk an Szenen, das vor Witz und Humor sprühte. Begleitet wurden sie einfühlsam auf dem Piano von Patrick.
Mit großer Leichtigkeit wurde eine Geschichte nach der anderen in einem Atemzug entwickelt und bühnenreif dargeboten. Mal waren es Zehn-Sekunden-Spots, mal ging es zehn Minuten. Der rote Faden stimmte stets. Das Verständnis der Schauspieler untereinander war schlafwandlerisch sicher. Dabei war die Requisite spartanisch. So reichte eine Damenjacke aus dem Publikum, um ein Baby und einen Königsmantel darzustellen.
Mit einem strahlenden "Hallo Neustadt!" war das Trio auf die Bühne gestürmt und hatte zum Aufwärmen eingeladen (...) die Überraschung war gelungen.
Dann schnell den Startspruch eingeübt: "Drei-zwei-eins-Flux!" Und los ging es mit "Freeze", Einfrierszenen, und der Aufforderung ins Publikum: "Einen Namen?" "Johanna." Und ab die Post. Die Pause war viel zu schnell da, wurde aber von den Akteuren auf der Bühne und auch vom Publikum dringend zum Verschnaufen benötigt.
"Bespielt" wurde alles: Gefühle wie Hassliebe, Trauer, Mut, Gegenstände wie eine Brille, Orte wie Titisee, der Flughafen am Titisee, London, Mallorca, Berufe wie Maurer, Schreiner, Lehrer, Drachentöter. Doch einen ganz vergnüglichen langen Augenblick brauchte Olaf, um im Ratespiel herauszubekommen, dass – so bestimmte es das Publikum – sein Kondom nicht funktioniere. Das war höchste Lachmuskelkater- und Backen-Gefahr!
Am Ende wollten die Neustädter die Freiburger kaum von der Bühne lassen. Zumal das Stück "Das ist ein Lied wert" und die raffinierte Zusammenfassung aller Szenen des Abends Lust auf viel mehr Improvisation machten. Immerhin zwei Zugaben gab es. Dann hatten die Bauch- und die Backenmuskeln Erholungspause. Bis – ja, bis kurz darauf die Erinnerung an den herrlichen Theaterabend wieder hochkam und sich gleich wieder gewisse Muskeln meldeten. http://www.theater-lux.de
aus: Badische Zeitung vom 26. Januar 2009.
Deutsch-russisches Freundschaftsspiel
Beim Theatersport traf in Freiburg das St. Petersburger "Teatr05" auf "Lux - Theater des Moments"
Von Nino Durglishvili
Während die russische Fußballnationalmannschaft in Basel gegen die Niederlande spielte, trat eine andere Gruppe ebenfalls aus Russland nicht weit entfernt gegen Deutschland an. Im Freiburger Peterhofkeller fand ein Freundschaftsspiel zwischen den Ensembles der Improtheater St. Petersburg "Teatr05" und "Lux-Theater des Moments" aus Freiburg statt. Die beiden Gruppen sind schon länger in Kontakt. Der Freiburger Theaterpädagoge und Schauspieler Christian Sauter, Leiter von Lux, und der Germanist, Regisseur und Schauspieler Eugen Gerein, Leiter von "Teatr05", hatten sich in der Schweiz bei einem gemeinsamen Auftritt kennengelernt. Daher die Idee, in Freiburg gemeinsam anzutreten.
Improtheater in Deutschland ist in den letzten Jahren zum Kult geworden. Es entstehen nicht nur neue Theatersportgruppen, auch die Spielformen entwickeln sich. Anders in Russland. Obwohl das russische Publikum große Begeisterung dem Theatersport gegenüber zeigt, ist das Improtheater dort noch neu. Es existieren zwar einige Gruppen, doch "Teatr05" ist das erste und einzige professionelle Improvisationsensemble, das unter anderem auch schon auf der Theatersport-WM 2006 für Russland gespielt hat. Inspiriert von Deutschland, gründete Gerein die Gruppe 2004 zusammen mit Sergey Sobolov. Sie besteht aus professionellen Schauspielern des Theaters St. Petersburg "Na Liteynom" und einem Musiker der Petersburger Jazz-Philharmonie.
Auf der Freiburger Bühne standen jetzt jeweils nur zwei Akteure: Gerein und Sobolev für Teatr05, Simon Kuner und Sandra Klein-Gissler für Theater Lux. Als Moderator führte Sauter durch den Abend, am Klavier improvisierte Patrick Heil. Es war eine Begegnung zweier verschiedener Welten mit komplett unterschiedlichen Theaterhintergründen. Ein Freundschaftsspiel zwischen der russischen Theaterkultur und Literatur und der deutschen Impro-Szene mit angloamerikanischem Einfluss, das durch Mischung der deutschen, russischen und englischen Sprache noch spannender wurde. Auch musikalisch waren die Akteure talentiert. So rissen sie das begeisterte Publikum immer wieder mit. Bei den Petersburgern war der Einfluss der klassischen Bühne spürbar. Am auffälligsten agierte Eugen Gerein: Mit immer neuen Ideen sprang er auf, spielte mit und gab den spontan gespielten Szenen eine witzigere und schönere Wendung.
Da die Zuschauer sich für keine der beiden Gruppen entscheiden konnten, kam man angesichts der Fußball-EM auf ein "Elfmeterschießen". Trotzdem blieb das Ergebnis unentschieden. Natürlich wurde auch der T-Shirt-Tausch nicht vergessen. Ein gelungener Abend mit anschließender Party. Aber davor mussten die russischen Akteure noch schnell zum Fußballschauen und haben den verdienten Sieg wenigstens auf dem Fußballfeld geholt.
aus: Badische Zeitung vom 25. Juni 2008.
Der Zauber des Moments
Das Theater Lux mit seinem interaktiven Stadtrundgang
Von Marion Klötzer
"Das Tor zur Hölle! Romeo und Julia! Ritterburg!" schallt es gut gelaunt aus dem Publikum, das sich bei der Impr-Theater-Tour durch die Freiburger Innenstadt fast unbemerkt verdoppelt hat. Während Simon Kuner vor dem Eichentor am Augustinerplatz in Sekundenbruchteilen zum schiefmäuligen Fürst der Finsternis mutiert, zupft Christian Sauter schon mal mit verträumten Augenklimpern seine imaginäre Laute. Ein kurzer Blick, schon legen die beiden los und entwickeln aus ein paar Assoziationsbrocken immer wieder neue Stehgreifszenen, die temporeich
und originell Geschichten quer durch alle Genres erzählen. Da wird die Fischerau zum Canale Grande in Venedig, der Schulhof des Goethe-Gymnasiums zum römischen Dampfbad und die Citybank zum Tatort. Bei alledem braucht's weder Bühne noch Requisiten, denn die Kulisse ist ja schon da. Dass sich dabei auch so manch Passantin oder Ente plötzlich in der Szene wiederfindet, macht die Sache nur noch amüsanter. "Der Lux geht um" - so nennt die Freiburger Theatergruppe "Lux" um Christian Sauter ihr neues Format, und das ist erstaunlicherweise in Deutschland bis jetzt einzigartig: So gibt es in Sachen Improvisationstheater zwar Wettkämpfe, Soaps, Musicals oder Krimis - der interaktive Stadtrundgang aber war noch nicht dabei. "Sich vom Ort inspirieren lassen", so das schlichte Konzept, das "Lux" vergangenes Jahr schon bei einem Festival in unterschiedlichen Freiburger Läden erprobte. Dank Erfahrung und Handwerkszeug der beiden Spieler funktioniert es an diesem Abend jedenfalls wunderbar: Die Zuschauer liefern begeistert Schlüsselwörter, der Rest ist Spiellust und im besten Fall Zauber des Moments. In schnellen Wechseln zieht man so rund 90 Minuten durch die Innenstadt und bespielt zehn spontan gewählte Schauplätze mit Stories von Tyrannenmord bis Riesterrente.
Natürlich holpert und stockt die Dramaturgie bisweilen: Nicht alle Figuren sind schlüssig, nicht jeder Spannungsbogen hält. Auch bleibt die Gefahr, sich zu wiederholen, in Stereotype und schnelle Gags zu verfallen. Kurzweilig ist dieses Straßentheater aber trotzdem: Ermöglicht es doch ganz nebenbei auf sehr kreative Weise, die Stadt mit neuen Augen zu entdecken. Jedenfalls werden sich wohl einige Zuschauer noch lange beim Gang durch die Luisenstraße an jene mittelalterliche
Karzer-Szene erinnern, die eines Otto Waalkes würdig war...
Weitere Aufführungen: 30.Juni und 1. Juli, 20 Uhr, Augustinerplatz, Freiburg.
aus: Badische Zeitung vom 06. Juni 2008.
Leichtfüßige Unterhaltung
„Der Lux geht um“: Improvisationstheater mal openair
von Annette Hoffmann
Die Idee ist bestechend, befreit sie doch das Improvisationstheater aus dem geschlossenen Raum und bringt es auf die Straße. Also dorthin, wo die Stegreif-
komödie als volkstümliches Theater begann. „Der Lux geht um“ hat das Improvisationstheater Lux sein neues Format genannt, es ist nichts anderes als eine Stadtführung zu ausgewählten Orten, deren Geschichte im Augenblick durch die Fantasie der Akteure geschrieben wird. Die Zuschauer dürfen sich dabei vom Genius Loci zu Stichworten inspirieren lassen.
Wir stehen auf dem Augustinerplatz vor der Hausnummer 42. „Geheime Klopfszene“ wirft eine der Teilnehmerin in die Runde, man ist hier sichtlich improvisationstheater-
erfahren. Und im Nu verwandelt sich Simon Kuner in einen unglücklich Liebenden, der im Mittelalter von den Schmiedekünsten des Vaters daran gehindert wird, sich seiner Angebeteten zu nähern. Die Tür wirkt wie eine Festung, allein ein Briefschlitz, der hier unversehens zum Sehschlitz wird, könnte so etwas wie Augenkontakt herstellen.
Dann geht es weiter Richtung Fischerau. Christian Sauter und Simon Kuner stehen vor dem Gewerbebach und hören sich Vorschläge wie „Schiffbruch“, „Hochwasser“ und „Venedig“ an. Die beiden schwarz gekleideten Männer stellen in großen Gesten nach, was hier möglich gewesen wäre. Angeleitet durch die Imagination der Zuschauer setzt sich die der Akteure in Bewegung. Man ist aufeinander eingespielt, Pausen entstehen so kaum, schnell entspinnen sich die Geschichten. Und die Brücke wird zur Bühne, wenn mit italienischem Akzent radegebrochen wird und Kuner ein komisches Liedchen von einem einsamen Gondolieri zum Besten gibt, der immer nur Pärchen und Trinker zu fahren hat. Da kann einem schon das Herz schwer werden.
Der Charme dieser Tour, und sie hat Charme, liegt weniger darin, dass „Der Lux geht um“ unbekannte Ecken Freiburgs entdeckt, sondern vielmehr, dass Geschichten in der Luft liegen. Grollt zufällig der Donner und ein Blitz zerteilt den Himmel, ist Zuschauern und Darstellern klar, hier kann es sich nur um die göttliche Rache für das Entweihen eines Tempels handeln – so wie Matrosen eben treulos und Sirenen verführerisch sind. Das ist literarisches Allgemeingut, man muss es nur erzählen. „Der Lux geht um“ könnte ein kurzweiliger Sommerspaß werden.
Weitere Vorstellungen: 2./3. und 30.Juni, 1. Juli jeweils um 20 Uhr. Treffpunkt Augustinerplatz.
aus: Kulturjoker vom Juni 2008.
Bühne frei für den Zufall
Das Freiburger Improvisationstheater „Lux – Theater des Moments“ erobert auch die Müllheimer Szene.
(...) aus dem Nichts, entsteht ein Theaterstück: Die Akteure mimen Figuren, von denen sie kurz zuvor noch gar nichts wussten. „Lux – Theater des Moments“ lebt vom Augenblick. (...) Es gibt hier keine Textvorlage und auch kein Regiebuch. Die Handlung entsteht unmittelbar vor den Augen der Zuschauer. Keine Wiederholungen. (...) Nur die prickelnde Ungewissheit und der Moment der Überraschung – sowohl im Publikum als auch auf der Bühne.
Christian Sauter, Leiter der Freiburger Impro-Schauspieltruppe, die nun auch in Müllheim regelmäßig auftritt, erklärt: „Auf der herkömmlichen Bühne kann man viel tiefer in die Charaktere gehen. Das Improtheater entsteht dagegen aus dem Moment heraus – die Kunst ist eine andere. Wir sind nicht nur Schauspieler, sondern gleichzeitig Regisseure und Dramaturgen. Das ist schon ein wenig schizophren. Jeder auf der Bühne muss alles im Blick behalten. Die Szenen sind zwar frei erfunden, doch proben müssen wir auch.“
Geprobt wird allerdings keine konkrete, wiederkehrende Situation, es werden keine fertigen Szenarien entwickelt. Trainiert wird die Improvisation an sich. „Die Synchronisation der Köpfe ist die Voraussetzung der Improvisation. Wir müssen sehr gut auf den Partner eingespielt sein. Das schrittweise Aufeinanderzugehen muss geübt werden“, sagt Sauter (...).
Das Publikum darf sich auf unvorhersehbare Entwicklungen und erstaunliche Wendungen freuen. Und auf viel – wenn auch meist ungewollte – Situationskomik, die dem Genre Impro-Comedy-Theater gerecht wird. „Wir wollen nicht extra lustig sein, das passiert einfach.“
aus: Der Sonntag vom 03. Februar 2008.
Beatboxendes Improtheater
Zwei Welten trafen in der Freiburg Bar aufeinander und ergänzten sich zu einer neuen Spielform.
Wie nahe liegend manch eine Idee ist, merkt man erst, wenn sie jemand umsetzt. (...) Am Donnerstag traten beide Formationen gemeinsam in der Freiburg-Bar auf, nannten das ganze ImproBeats und haben damit beiläufig eine neue Spielform kreiert: Die Mimen erhalten eine zusätzliche Soundspur, die Mundartisten einen menschlichen Visualisierungsgenerator. Das ergänzt sich so selbstverständlich und löst einen ähnlichen Aha-Effekt aus, wie Kolumbus, als er das ominöse Ei auf den Tisch stellte.(...)
aus: Badische Zeitung vom 05. Dezember 2007.
Publikum gibt das Thema vor
(...) Themen, Orte, Handlungen lässt sich diese Profigruppe von Christian Sauter vom Publikum zurufen und setzt sie in Szene - oft unerwartet anders, als erwartet.
aus: Südkurier vom 12. Oktober 2007.
„Ohne doppelten Boden“
Ticket-Interview: Christian Sauter organisiert das Freiburger Improtheaterfestival „Impuls_07“
Freiburg lädt zum internationalen Improtheaterfestival „Impuls_07“. Zu den Machern gehört Christian Sauter. Mit ihm sprach Konstantin Bikos.
Ticket: Sie sagen gern, Improtheater könne man nicht beschreiben. Versuchen Sie es trotzdem mal.
Christian Sauter: Es ist eine sehr junge Theaterform, die es in Deutschland erst seit den späten Achtzigern gibt. Sie hat verschiedene Formen, von denen der „Theatersport“ mit seinen kurzen Szenen die beliebteste ist. Mich interessieren eher die langen Formen, denn die bieten mehr Raum für freie inhaltliche Improvisation. Alle Formate haben aber eins gemeinsam: Niemand weiß, was passieren wird. Alles erwächst aus dem Moment. Das fasziniert mich so daran.
Ticket: Wo liegt die Herausforderung?
Sauter: Man muss mit den anderen Spielern gut spontan kommunizieren können. Ein Gefühl dafür, wie man aus einzelnen Szenen eine Geschichte kreiert, gehört auch dazu. Man ist Schauspieler, Dramaturg und Regisseur. Man muss als Gruppe spüren, wo man mit der Geschichte hin will, denn es gibt ja unendlich viele Möglichkeiten, wie sich eine Szene entfalten könnte. Die Faszination ist dabei das Kreative im Moment. Oft ist es auch einfach nur lustig, weil wir viel mit Situationskomik arbeiten.
Ticket: Welchen Stellenwert hat generell die Komik beim Improtheater? Gibt es auch Ernstes?
Sauter: Ja. Natürlich leben Formate wie der Theatersport von kurzen, schnellen Szenen, die oft komisch sind. Es gibt auch Ensembles, die sich nur auf Comedy konzentrieren. Das ist allerdings nicht meine Art. Wir arbeiten viel mehr mit unserem unmittelbaren Umfeld – dabei entstehen Momente, die auch tragisch sein können.
Ticket: Und wenn der Moment mal keine Inspiration hergibt? Gehen ihre Vorstellungen auch mal schief?
Sauter: Wir spielen ohne doppelten Boden. Die Option des Scheiterns ist immer gegeben. Natürlich gibt es Aufführungen, in denen man kämpfen muss. Aber das hat ja auch seinen Reiz. Das Publikum fiebert mit und fragt sich: „Wie kommen die da wieder heraus?“ Wir sind aufs Feedback der Leute angewiesen. Dabei gibt es große regionale Unterschiede: Die Freiburger sind da viel spontaner als Norddeutsche oder Schweizer.
Ticket: Beim Freiburger Festival „Impuls_07“ dürfte fehlende Inspiration wohl kein Problem sein.
Sauter: Stimmt. Die langen Formen leben von der kreativen Weiterentwicklung von Geschichten. Das hat mich auf die Idee gebracht, das Improtheater von der Bühne an Orte zu verlegen, die schon mit Geschichten behaftet sind: eine Buchhandlung oder ein Second-Hand-Laden. An solchen alltäglichen Orten kann man auch einen intimeren Kontakt zum Publikum aufbauen.
Ticket: Sie haben auch drei Künstler aus der Schweiz eingeladen. Ist Ihnen die internationale Dimension wichtig?
Sauter: Zunächst wollte ich sogar noch weitere Länder einbeziehen. Das war aus finanziellen Gründen nicht möglich. Aber mit den Schauspielern Reto Zeller und Reto Bernhard, sowie dem Musiker Gabriel Stampfli haben wir drei starke Charaktere, die die schweizerische Impro-Szene sehr gut repräsentieren.
Ticket: Wie kamen Sie zum Improtheater?
Sauter: Durch Zufall. 1994 hat sich eine freie Gruppe gebildet und ich bin da so reingerutscht. Ich hatte damals keine Ahnung, was Improtheater eigentlich ist.
Ticket: Wie finanzieren Sie sich?
Sauter: Ein Budget ist eigentlich überhaupt nicht vorhanden. Wir erhalten keinerlei finanzielle Förderung. Die Stadt unterstützt Improtheater generell nicht. Auch Sponsoren haben wir keine. Das bedeutet, wir zahlen alles selbst. Die Schauspieler bekommen eine reduzierte oder überhaupt keine Gage.
Ticket: Das Festival trägt den Untertitel „Das kleinste Improtheaterfestival der Welt“. Ist der kleine Rahmen auch Programm?
Sauter: Ja. Das Improtheater lebt von einem gewissen subkulturellen Touch, einer provisorischen Atmosphäre. Je größer die Strukturen, desto mehr geht dieser Aspekt verloren.
aus: Badische Zeitung vom 20. Juni 2007 (Ticket).
Die Geschichten sind schon da!
Theater LUX - ein neues Ensemble auf der Freiburger Improbühne
Impro ist in! Die letzten Jahre haben in Freiburg nicht nur weitere Gruppen aus dem Bereich Theatersport hervorgebracht, sondern auch verstärkt neue Präsentationsformen. (...) Der Freiburger Theaterpädagoge und Schauspieler Christian Sauter, der zehn Jahre für die "Mauerbrecher" gespielt hatte, suchte nach neuen Ausdrucksformen und Mitstreitern für seine Ideen. Das Resultat einer Arbeit nennt sich "Lux - Theater des Moments" und feierte Anfang Juni an ungewöhnlicher Stätte seine Freiburger Premiere.
Es geht dem Ensemblegründer vor allem um Professionalisierung, das Ensemble besteht ausschließlich aus freischaffenden Künstlern, die von einem ähnlichen Ansatz kommen, die den Rahmen, in dem Lux sich bewegen will, spannend finden. Lux - das steht für das Scheinwerferlicht, das plötzlich die Bühne beleuchtet, wo man steht und mit nichts anfängt zu spielen. Und es steht auch dafür, dass blitzschnell umgeschaltet werden muss, allein oder mit anderen, je nach Spielsituation. Wahrnehmung und Kontakt sind Faktoren, die auch gezielt trainiert werden und dabei fährt Christian Sauter mit den Mitgliedern des Theaters zweigleisig: zum schauspielerischen Training gehört auch das Spiel mit den möglichen Kleinkunstformen. Er begreift die verschiedenen Formate als Prozess, der sich auch erst auf der Bühne entwickeln darf.
"In meiner bisherigen Arbeit gab es diejenigen, die zufrieden waren und Spaß hatten auf dem Niveau, auf dem sie improvisierten, und es gab die, die den Theatersport weiterentwickeln wollten", erklärt Christian seine Ausgangssituation. (...)
Auch die Aufführungsorte spielen für den Ensemblegründer eine wichtige Rolle. Die Inspiration für Schauspieler und Publikum soll auch durch die Räume kommen, an denen improvisiert wird. Keine kahle Bühne, sondern Orte mit einer Geschichte, wo man nur hingehen und loslegen muss, denn die Geschichten sind schon da. Die Premiere fand in der Fahrradwerkstatt BiTou an der Ferdi-Weiss-Straße statt, wo Couch und Klavier zwischen Drahteseln und Werkstattzubehöhr platziert waren. Sie wird Ende Juni auch wieder zu den Spielorten der IMPULS_07 gehören. Diese für vier Aufführungen an vier Orten konzipierte Reihe darf sich auch "kleinstes Improfestival der Welt" nennen, denn das findet in diesem Jahr nicht statt, weswegen die dortigen Veranstalter "Boheme & Bohei" den Namen an die Freiburger "ausgeliehen" haben.(...)
aus: Chilli - das Freiburger Stadtmagazin, 6/2007, S.54.